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von Herbert Ammon

Im Mindener Kreis pflegen Veteranen der deutschen Jugendbewegung die Erinnerung an ihre ›bündischen‹ Wurzeln, insbesondere an die weithin vergessene Rolle bündischer Gruppen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. In der Schriftenreihe dieses Kreises ist ein Heft erschienen, das – vor dem Hintergrund reichhaltiger Literatur zur Weißen Rose und oft einseitiger Deutungen ihres Vermächtnisses – Beachtung verdient.

Der Autor Fritz Schmidt hat in sorgfältiger Archivarbeit erneut die Lebensstationen des jungen Hans Scholl in der historischen Szenerie des ›Dritten Reiches‹ verfolgt. Den Ansatz der Studie, zu der Jürgen Reulecke als Fachhistoriker ein Geleitwort beigesteuert hat, verdeutlicht der zweite Untertitel: Hans Scholl im Umfeld von dj.1.11 und sein verschlungener Weg in den Widerstand.

›Durch den EU-Beitritt verlor Ungarn seine Souveränität allerdings nicht‹

von Gunter Weißgerber

Die Idee der Europäischen Union als einer Interessengemeinschaft gleichwertiger europäischer Staaten ist faszinierend und steht in der Praxis seit dem Pariser Vertrag/Montanunion von 1951 für Prosperität, Erfolg und Anziehungskraft. War sie bis 1989 eine aus mittelosteuropäischer Sicht ein schier unerreichbarer Sehnsuchtsort der Achtung der Menschenrechte, Freiheit, Demokratie, der sozialen Marktwirtschaft, so tragen seit ihren Beitritten viele mittelosteuropäische Nationen und Staaten mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen zum weiteren Gelingen der Europäischen Union bei. Die heutige Europäische Union verfügt über einen Erfahrungsschatz, der aus unzähligen Befreiungskämpfen und sehr verschiedenen Emanzipationserfahrungen seit der Antike besteht.

von Herbert Ammon

Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Wolfgang Huber, ist fraglos einer der besten Kenner der Schriften des Märtyrer-Theologen Dietrich Bonhoeffer. Das vorliegende Buch ist als Porträt, sprich: als zeitlos gültiges Bild Bonhoeffers, nicht primär als Biografie konzipiert. Gleichwohl kommt die Biografie nicht zu kurz. Besonders ansprechend erscheint – neben dem zweiten Kapitel ›Bildungswege‹ – das vorletzte Kapitel ›Polyphonie des Lebens‹, in dem der Autor die Rolle der Musik im Leben Bonhoeffers behandelt. Aufgewachsen in kulturprotestantischem Milieu, in großer Familie mit einem agnostischen Vater und einer frommen Mutter, entschied sich Bonhoeffer bereits als Konfirmand für die Theologie.Trotz hoher Begabung und Perfektion als Pianist kam für den jungen Bonhoeffer eine Karriere als Musiker jedoch zu keiner Zeit in Frage.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.