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von Holger Czitrich-Stahl

Das zweite Heft des Jahres 2017 dieser Zeitschrift besitzt das Schwerpunktthema Judentum und Revolution: Der Weltverband Poale Zion zwischen Zionismus und Kommunismus. Einschließlich des einleitenden Beitrages von Ralf Hoffrogge nehmen sich fünf Aufsätze dieses Themenkomplexes an, der in der Historiographie der Arbeiterbewegung bestenfalls subkutan präsent war – höchstens durch hervorragende Persönlichkeiten wie Ferdinand Lassalle, Karl Marx, Moses Heß oder Leo Trotzki –, aber einer historischen Längsschnittbetrachtung dringend bedarf. Geschichtlicher Ausgangspunkt der im aktuellen Heft vorgenommenen Auseinandersetzung ist das Jahr 1917, in dem sich nicht nur die russische Doppelrevolution des Februar und Oktober ereignete und die folgenden Zeitläufte entscheidend beeinflusste, sondern der britische Außenminister Lord Balfour am 2. November die Errichtung einer ›nationalen Heimstätte‹ des jüdischen Volkes in Palästina versprach.

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von Gunter Weißgerber

Der Titel könnte in die Irre führen. Unheimlich leicht war nichts, überhaupt nichts von dem, was Michael, Gesine, Rainer, Christian, Uwe, Frank, Fred, Jochen, Hilli und alle anderen im Buch beschriebenen jungen Leute in der Diktatur der Arbeiterklasse trieben. Was sie mit offenem Visier, den großen Gefahren ins Auge schauend, strategisch durchdacht und geradezu gefahrverachtend taten. Unheimlich mutet es an, mit welch' frappierender Leichtigkeit diese jungen Leute zur Sache gingen. So ganz anders als blutrünstige Revolutionäre vom Schlag eines Robespierre oder Lenin.

Es war auch nicht der kindisch-zerstörende West-68er ›Widerstand‹ in der Demokratie (nicht zu verwechseln mit dem tatsächlichen Widerstand im Osten im Umfeld des 68er ›Prager Frühlings‹) oder dem Pegida/Legida-›Widerstands‹gestammel unter Polizeischutz. Es war tatsächlich ein todesmutiges Anliegen mit einem Terrorsystem kommunistischer Provenienz.

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von Holger Czitrich-Stahl

Clara Zetkin (1857-1933) war mit ihrer Freundin Rosa Luxemburg zusammen eine entschiedene Kämpferin für Frieden, Frauenrechte und soziale Emanzipation in der deutschen Sozialdemokratie, zugleich die wohl bedeutendste Vertreterin der sozialistischen Frauenbewegung ihrer Zeit. Trotz ihrer historisch durchaus hochrangigen Bedeutung für die Arbeiter- und die Frauenbewegung der Zeit des Kaiserreichs und der Weimarer Republik ist seit dem Ende der DDR weder eine vollständige Werkausgabe noch eine ergänzte Biographie oder eine Edition ihrer schriftlichen Zeugnisse aufgelegt worden. Marga Voigt ist es daher ein dringendes Anliegen gewesen, rund 100 Jahre nach der europäischen Urkatastrophe des Ersten Weltkrieges eine Edition der »Kriegsbriefe« Clara Zetkins zusammen zu stellen und herauszugeben.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.