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Vergessene Fakten. Erfahrungen, Fakten und Empfindungen im geteilten und vereinten Land

von Herbert Ammon

I.

Der 9. November 2019 steht bevor, der Tag zum Gedenken an den einzigartigen, wenn nicht einzigen Glücksfall der deutschen Geschichte. In den anstehenden Gedenkreden und Artikeln in den ›Leitmedien‹ wird die Rede sein vom Freiheitswillen der DDR-Bürger, von der Überwindung der Teilung Europas, dazu die Warnungen vor dem erstarkenden ›Nationalismus‹, verknüpft mit mahnenden Verweisen auf das andere Novemberdatum (unter anderen). An besorgt klingenden Kommentaren zu den in der politischen Landschaft sichtbaren Bruchlinien zwischen Ost und West wird es nicht fehlen. Ob darüber die im Ost-West-Konflikt der Nachkriegszeit verwurzelte Vorgeschichte der deutschen Teilung, des Mauerbaus und des Mauerfalls näher beleuchtet wird, kann als Frage offen bleiben. Jedenfalls sind in der ahistorisch gestimmten Bundesrepublik außer den verblassenden Bildern vom Tanz auf der Mauer die historischen Umstände des Mauerfalls kaum noch geläufig, so wenig wie die historischen und politisch-psychologisch fortwirkenden Tiefenschichten der deutschen Teilung.

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»Macht ohne Souverän«? Das macht neugierig. Ulrich Schödlbauer auf Stephane Hessels Spuren? 2010 »Empört euch!« und 2019 »Macht ohne Souverän«?

Selbstverständlich bedarf Schödlbauer keines Hessel, um die Dilemmata ritualisiert scheinender Demokratien zu beschreiben. Hessel erfand das Rad nicht neu und wähnte wie weiland Rosa Luxemburg nur seine politische Hemisphäre als Adressatenkreis des Aufrufs zum Aufstehen.

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Die unpolitische Politikerin – eine Kritik des anhaltenden Merkelismus

von Herbert Ammon

Die jüngsten Auftritte der Kanzlerin Merkel – beispielsweise in Marrakesch am 10.12.2018 zur Unterzeichnung des UN-Migrationspaktes - lassen den Schluss zu, dass sie ungeachtet ihres Rücktritts vom CDU-Parteivorsitz noch keineswegs am Ende ist. Auf den ersten Blick mag der Titel des Buches – angesprochen dürften sich vornehmlich die Gegner des Merkelismus fühlen – daher als voreilig, gar als Wunschdenken des Autors erscheinen. Bei der Lektüre des Buches, vollendet noch vor den Aufregungen um die Nachfolge an der Parteispitze, wird derlei Gedankenassoziation indes widerlegt. Im Gegenteil, eindrücklich belegt wird die These des Untertitels: In einer Gegenwart, in der die politische Wirklichkeit der in politischen Weihnachts- oder Neujahrsreden beschworene Harmonie der Welt und ihrer (westlichen) Werte entgegensteht, erweist sich die ihrem Wesen nach unpolitische ›Methode Merkel‹ als untauglich – und unverantwortlich.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.