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Ernst Eichengrün: Zwischenrufe


Wir haben uns daran gewöhnen müssen, dass über die Grund-Annahmen der Klima-Politik überhaupt nicht mehr geredet wird. Als da wären: Die Prognosen zur Erderwärmung, die Rolle des CO2, dabei, die bisherigen Klima-Zyklen mit ihren Ursachen, die Rolle extraterrestrischer Ursachen, z.B. der Sonnen-Aktivität, der Anteil menschengemachter Aktivitäten und schließlich – sollten die Grundannahmen der offiziellen Politik überhaupt zutreffen – die Frage der Zeit, die uns für Änderungen bleibt.

Statt rationaler Erörterungen erleben wir eine stark unterkomplexe Darstellung der Problematik, verbunden mit der Verketzerung Andersdenkender, vor allem aber Panikmache allerorten. Zuletzt angeheizt durch die Straßendemos junger Leute. Und hemmungslos verstärkt durch die agitatorische Einseitigkeit vieler Medien. Ein kleines Beispiel. Wenn das öffentlich-linkische Fernsehen über den CO2-Ausstoß berichtet, werden gerne Rauchwolken aus großen Kühltürmen gezeigt. Doch tatsächlich ist das kein Rauch, sondern purer Wasserdampf.

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Bei den Wahl-Analysen fällt auf: Die Tatsache wird zu wenig betont, dass die AfD, so bedenklich ihr Erfolg auch ist, das von ihr erhoffte und von den Medien mit wohligem Schaudern seit der Europa-Wahl und ausgehend von diversen Umfragen hochgespielte Ziel, stärkste Partei zu werden, nicht erreicht hat. Fast klang es vorher so, als stünde eine zweite Machtergreifung vor der Tür. Aber drei Viertel der Wähler haben eben nicht AfD gewählt! Und das Viertel, das sie gewählt hat, kann eben nicht als Nazis oder Fälle für den Psychiater betrachtet werden, das unserer Fürsorge bedarf.

Vielleicht spielte die mediale Behandlung der Ostdeutschen auch eine Rolle beim weit verbreiteten Gefühl, nur Bürger zweiter Klasse zu sein, zumal im Westen der Osten insgesamt gerne für das bewusste Viertel der Wähler in Haftung genommen wird.
Auf jeden Fall muss neu über die Behandlung der AfD nachgedacht werde, so abstoßend etliche ihrer Exponenten und Teile des Umfelds auch sind. Auch, weil durchaus möglich ist, dass die AfD ihr Potential noch nicht ausgeschöpft hat. Die AfD einfach in die rechtsextreme Ecke zu stellen, vor allem aber ihre Themen, schreckt viele Wähler nicht ab.

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Als Westdeutscher fühle ich mich trotz jahrzehntelanger Beschäftigung mit der DDR eigentlich nicht berufen, zur gegenwärtigen Diskussion »Ist der Osten rechts« beizutragen.

Doch mir fällt auf, dass diese Diskussion vor allem von Westdeutschen geführt wird. Zu dieser Besonderheit dann doch einige Anmerkungen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.