Ach, dieser Trump! Die Liste der Wörter, die ihn zutreffend beschreiben können, ist längst erschöpft. Bis auf dieses vielleicht: Der hemmungslose Wilhelm II. wurde seinerzeit von den Engländern als »fabulous monster« beschrieben.

Aber die zum Ritual gewordene Beschimpfung führt auch nicht weiter. Für uns bleibt die Erkenntnis: Wir müssen irgendwie mit ihm klarkommen. denn wir sind weiterhin auf die USA angewiesen. Sogar noch mehr. Wir müssen vermeiden, dass wegen Trumps der hiesige emotionale Anti-Amerikanismus wächst. Und wir dürfen nicht in die Lage kommen, uns mit Russland und China gegen ihn zu verbünden.

Schließlich: Auch ein Trump kann mal recht haben, zumindest im Prinzip, wenn auch nicht in der Methode.

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Diego Delso [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

von Gunter Weißgerber

Jetzt geht es ans Eingemachte: an das Grundvertrauen zwischen dem Wahlvolk und dem Staat und seinen Institutionen. Dieses Vertrauen ist der Kitt, der das demokratische Gemeinwesen zusammenhält. Auf Gedeih und Verderb ist die Repräsentative Demokratie untrennbar an das Grundvertrauen ihrer Bürgerschaft gebunden. Das Prinzip scheint einfach: Der Staat schützt seine Bevölkerung, die Bevölkerung sichert ihm im Gegenzug ihre Loyalität zu.

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von Richard Schröder

Die Flüchtlingsfrage spaltet Deutschland, sie spaltet Europa. Während die einen mit hohem persönlichen Engagement eine Willkommenskultur pflegen, die jeden, der kommt, willkommen heißen möchte, sehen andere im Flüchtlingsstrom vom Herbst und Winter 2015/16 ein Staatsversagen. Sie befürchten Überfremdung. Dem entgegnet die andere Seite mit dem Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit oder des Rassismus oder gar des Faschismus. Darauf reagieren die Demonstranten von Pegida mit den kontaminierten Ausdrücken ›Volkverräter‹, bezogen auf die Regierenden, und ›Lügenpresse‹.

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