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von Herbert Ammon

I.

Die Kritik der Religion sei »für Deutschland im wesentlichen beendigt, und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik«, erklärte Karl Marx anno 1844 in seiner Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Als Protagonisten materialistischer Aufklärung waren sich Linke, ob nun Marxisten oder nicht, in puncto Religionskritik, in der Reduktion von Religion auf Projektion, allgemein in der Kritik ideologisch überhöhter Seinsbedürfnisse, immer einig. Von derlei Kritik war die kommunistische Utopie lange ausgenommen. Insofern sie, außer bei wenigen unerschütterlichen Gläubigen, ihren Glanz verloren hat, operieren inzwischen selbst einige Linke mit dem Begriff der politischen Religionen des 20. Jahrhunderts, auch wenn sie sich mit dem zugrundeliegenden Gnosis-Begriff des konservativen Denkers Eric Voegelin nicht anfreunden mögen. Die Postmoderne macht alles möglich.

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...neulich im Einstein

kam mir eine Tagebuchnotiz von Stendhal vor Augen: Deutsche haben keine Scham vor der Rührung … hierzulande sei man immer unflätig gerührt. Das scheint inzwischen zur nationalen Charaktereigenschaft – physisch wie intellektuell –avanciert zu sein!

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...neulich im Einstein

 diesmal nicht in der Kurfürstenstrasse, hier wird gerade renoviert, sondern bei Einstein Bros. in Austin, Tx, 2404 Guadelupe, musste ich - leicht verärgert - konstatieren, dass Max Webers Erklärung (in Wissenschaft als Beruf) der Überlegenheit des amerikanischen Hochschulsystems gegenüber unserem immer noch zutrifft, trotz all unserer rabulistischen Reformerei seither.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.