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Nun ziehen sie wieder in deutschen Großstädten. In Köln findet der CSD statt. Für alle, die in unseren genderbewegten Zeiten noch nicht wissen, was das bedeutet: Das Kürzel CSD steht für Christopher Street Day. Dort, im New Yorker Stadtteil Greenwich Village, kam es am 28. Juni 1969 zu einer Straßenschlacht zwischen Transsexuellen, Drag Queens und der Polizei.

Seit dem Ende der 70er-Jahre wird auch in Europa mit Demonstrationen oder ›Paraden‹ an das traurige Ereignis erinnert. Stand zuerst noch der politische Charakter, also der Protest gegen Polizeiwillkür und staatliche und gesellschaftliche Diskriminierung im Vordergrund, so ist der CSD mittlerweile zum karnevalesken Happening degeneriert. Außerdem haben Homosexuelle den CSD für sich entdeckt und instrumentalisiert. In einer Großstadt wie Köln trifft sich am CSD in der Innenstadt die ›Community‹, um die eigene Sexualität zu feiern. Wobei die Anmerkung gestattet sei, dass Transsexualismus nichts mit Sexualität, sondern mit der geschlechtlichen Identität zu tun hat.

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Keinen inhaltlichen Schwerpunkt, aber eine neue Rubrik weisen die Macherinnen und Macher von »Arbeit – Bewegung – Geschichte« im neuen Heft 2019/II aus. Unter ›Geschichtskultur‹ sollen künftig hierin gesellschaftliche Akteure wie Geschichtsinitiativen, selbstverwaltete Archive, unabhängige Projekte zu Worte kommen, aber auch »Rezensionen zu Filmen und Theaterstücken mit historischem Bezug zu Arbeit, Arbeiterbewegung und sozialen Bewegungen sowie Berichte über Ausstellungen ihren Platz finden«, wie es im Editorial heißt. Insgesamt versucht die Redaktion offenbar, die in vielen vergleichbaren Zeitschriften sichtbare Sphärentrennung zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft aufzulösen und zu einer Öffnung hin zu einem handlungs- und kulturorientierten Umgang mit der Geschichtswissenschaft zu gelangen.

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von Katharina Kellmann

Am 20. Juli 1944 versuchte ein deutscher Offizier, Oberst im Generalstab Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Adolf Hitler bei einer militärischen Lagebesprechung im ostpreußischen Rastenburg durch einen Bombenanschlag zu töten. Stauffenberg, seit dem 1. Juli 1944 Chef des Generalstabes beim Oberbefehlshaber des Ersatzheeres in Berlin, Generaloberst Fromm, sollte über die Aufstellung neuer Divisionen Vortrag halten. Die Rote Armee näherte sich Ostpreußen, in Frankreich drohte die Front in der Normandie jeden Tag zusammenzubrechen. Viele deutsche Großstädte sahen wie Ruinen aus. In Gefängnissen und Konzentrationslagern wurden Juden und politische Gefangene schikaniert und getötet. Es gab nur einen Weg, um diese menschenverachtende Diktatur zu beenden: die Ermordung Adolf Hitlers. Und es gab nur eine Institution, die in der Lage war, diesen Umsturz durchzuführen und das Reich in den Wochen danach vor dem Chaos zu bewahren: die Wehrmacht.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.