Eichengrün Ernst

Ehemaliger SPD-Politiker, geb. 1934, 1967-69 Bundessekretär der Jusos. Von 1972 bis 1991 war er Leiter der Abteilung Politische Bildung im Gesamtdeutschen Institut, von 1982 bis 1991 dessen Vizepräsident.

Zwischenrufe

Schon bei den letzten Wahlen konnte die AfD viele Stimmen von Arbeitern und den anderen ›kleinen Leuten‹ gewinnen. In letzter Zeit häufen sich Berichte über ihren wachsenden Anklang dort. Noch hat die AfD zwar die Entscheidung über ihre Haltung zur sozialen Frage vertagt, doch vieles deutet darauf hin, dass sie sich verstärkt den ursprünglich linken Themen zuwenden wird. Man kann dabei davon ausgehen, dass sie auf diesem Feld keine realistische, reformistische Politik betreiben, sondern auf zügellosen irrealen Populismus setzen wird.

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Aus einem längeren, sehr aufschlussreichen Artikel im Bonner »General-Anzeiger« (9.8.2018) über das Flüchtlings-Rücknahme-Abkommen mit Spanien geht hervor:

– Spanien winkt die meisten afrikanischen »Flüchtlinge« einfach durch. Sogar das Rote Kreuz hilft bei der Weiterreise mit Bussen und der Bahn in grenznahe Städte. »Wir können sie nicht direkt nach Frankreich oder Deutschland schicken.«

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Das Sommerloch-Thema hat sich mittlerweile zu einem veritablen Schwerpunkt-Thema entwickelt – in den Medien, sowie in den sozialen und asozialen Netzen. Es geht jetzt um die grundlegende Frage, ob die Integration von Generationen von Migranten gelungen ist oder nicht. Einige »bio-deutsche« Reaktionen haben viele Mitbürger mit Migrations-Hintergrund aufgewühlt. Etliche dieser Reaktionen, insbesondere in den asozialen Netzen – haben in ihrer Niedertracht, Ihrer Fremdenfeindlichkeit und ihrem Rassismus kräftig zur Verunsicherung der Integrierten und der noch zu Integrierenden beigetragen. Die Saat, die die AfD so eifrig gesät hat, geht jetzt auf. Das Verhalten des DFB dürfte den Eindruck verstärkt haben, dass es auch für die Mitte der Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich ist, Hass energisch zurückzuweisen.

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