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von Lutz Götze

Der Niedergang scheint unaufhaltsam. Die verheerenden Wahlergebnisse in Bremen und bei der Europawahl haben die deutsche Sozialdemokratie in eine tiefe Krise gestürzt; der Rücktritt der Parteichefin setzte dem die Krone auf.

Seither herrscht Panik im Willy-Brandt-Haus: Ein Triumvirat aus einem Politveteranen, einer kranken Ministerpräsidentin und einer bereits in Mecklenburg-Vorpommern überforderten Regierungschefin soll es interimistisch regeln, die Bundestagsfraktion hat eine Übergangsregelung für ihren Vorsitz getroffen. Das Weitere sollen ein Sonderparteitag oder eine Mitgliederbefragung bestimmen. Einige sogenannte Führungspersonen haben bereits abgewinkt, als sie auf eine Kandidatur für den Parteivorsitz angesprochen wurden. Wann hat es das jemals in der ältesten deutschen Partei gegeben: Das Amt des Vorsitzenden findet keinen Interessenten! Hat die Gnadenlosigkeit, mit der, nach gerade mal einem Jahr, die Vorsitzende Andrea Nahles aus dem Amt gemobbt wurde, so schwere Wunden geschlagen und verheerende Nachwirkungen erzeugt?

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»Die Grünen sind die großen Sieger«. So sehen es die Grünen und die Medien, die prompt die übliche Hype kreierten. Mit einer Suggestiv-Kraft, die sicherlich Wirkung haben wird. Doch was ist daran? Haben die Grünen denn die absolute Mehrheit errungen? Sind sie zumindest stärkste Partei geworden? Nichts davon! 20% haben Grün gewählt, doch 80% haben Grün eben nicht gewählt! Und gut 50 % scheinen mit der angeblich nicht ausreichend radikalen Umweltpolitik ganz zufrieden zu sein – von den AfD-Wählern ganz zu schweigen.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.