Weißgerber Gunter

Gunter Weißgerber, Publizist, geboren 1955, SPD-Abgeordneter des Deutschen Bundestages 1990-2009, von 1990 bis 2005 SPD-Landesgruppenvorsitzender Sachsen in der SPD-Bundestagsfraktion, zählt zu den Gründungsmitgliedern der SPD in der DDR (SDP). Er trat als Redner bei den Leipziger Montagsdemonstrationen auf und gehörte von März bis Oktober 1990 der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR an und zählte zu den 144 von der Volkskammer gewählten Abgeordneten, die am 3. Oktober 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages wurden.

Wikipedia-Eintrag

Starker Tobak. 2017 beschrieb ich in Peter Wensierskis »Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution: Wie eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte« den friedlich basierten unerhörten Mut junger Leute gegen eine Diktatur. Knapp zwei Jahre später tu ich mir mit die »RAF hat euch lieb« von Bettina Röhl die gewaltbasierte Feig- und Hinterhältigkeit junger Leute gegen eine Demokratie an. Welch‘ schwere Kost.

Weiterlesen ... Die RAF hat euch lieb – Die Bundesrepublik im Rausch von 68 – Eine Familie im Zentrum der...
Maker Faire Berlin 2018, FEZ Wuhlheide. Aufnahme von Matti Blume [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], von Wikimedia Commons

von Gunter Weißgerber

»Das Recht zu sagen und zu drucken, was wir denken, ist eines jeden freien Menschen Recht, welches man ihm nicht nehmen könnte, ohne die widerwärtigste Tyrannei auszuüben. Dieses Vorrecht kommt uns von Grund auf zu; und es wäre abscheulich, dass jene, bei denen die Souveränität liegt, ihre Meinung nicht schriftlich sagen dürften.« (Voltaire)

Weiterlesen ... Es reicht. Mein Austritt aus der SPD
Contemporary etching depicting a so-called Hepp-Hepp Riot against Jews in Frankfurt. This was one of the many anti-Semitic riots that took place in Germany in 1819 amidst a climate of anti-Semitism fuelled by various anti-Jewish publications. Participants in these riots rallied to the cry, "Hepp Hepp", which may have been an acronym for "Hierosolyma est perdita", meaning "Jerusalem is lost". Von Johann Michael Voltz, Wikimedia Commons [Public domain]

von Ulrich Schödlbauer und Gunter Weißgerber

Deutschland 2019: Nun bellen sie wieder. Viele glauben, mit einem eleganten ›Hashtag‹ sich der Geister der Vergangenheit entledigen zu können: #Nazisraus. Mag sein, die Jüngeren unter ihnen haben den heiseren Klang dieses ›Raus‹ nicht mehr im Ohr. Dafür steckt er ihnen noch dort, wo er herkommt: in der Kehle. Und er muss raus, raus, raus, am besten, wie es ein Partei-Prominenter nach dem Angriff auf Magnitz im Sprachdelirium via Twitter zuwege brachte, in strophig geordneten Stakkato-Sequenzen. Ein nicht unbeträchtlicher Teil dieser Menschen nennt sich Linke und Sozialdemokraten und rühmt sich der politischen Abstammung von Verfolgten, denen das »Raus« zur bitteren Lebensrealität wurde.

Weiterlesen ... Das Denken der Nichtanderen. Eine Schadensbetrachtung

Weitere Beiträge

  1. Relotius’ entfesselte Schrift
  2. SPD, Sarrazin und das Grundgesetz. Eine Kollision
  3. Sittenverfall in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft
  4. Edlef Köppen, Heeresbericht, Ost-Berlin (Verlag der Nation) 1981, 383 Seiten (Gunter Weißgerber)
  5. Auch Götter können irren. Rudolf Augstein 1964
  6. Markus Meckel und fremde Federn
  7. Kelly M. Greenhill: Massenmigration als Waffe, Rottenburg (Kopp) 2016, 423 Seiten (Gunter Weissgerber)
  8. Ein Leben ohne Ferdinand Lassalle und Mark Twain ist für die SPD möglich, aber sinnlos
  9. Alles Geschichte. Die Historische Kommission der SPD kann gehen
  10. Antje Sievers: Tanz im Orient-Express, Berlin (Achgut Edition) 2018, 150 Seiten
  11. Ulrich Schödlbauer/Joachim Vahland, Das Ende der Kritik, Berlin (Akademie Verlag) 1997, Reprint Berlin (De Gruyter) 2018
  12. Wir brauchen einen neuen Pakt zwischen dem Staat und seinen Bürgern
  13. Klaus-Henning Rosen: Grenzland. Meine Zeit mit Willy Brandt, Bonn (Dietz) 2017, 328 Seiten
  14. Der SPD-Strudel: Große Verantwortung oder kleine Opposition
  15. Nein zu Merkel-IV
  16. Tollhaus SPD-Mitgliederentscheid
  17. Vom 2. Mai zum 9. November 1989
  18. Gründung der Leipziger SDP am 7. November 1989
  19. Zehn Thesen für ein weltoffenes Deutschland
  20. Willy Brandt – ein großer Deutscher und Europäer
  21. Die SPD und die Zwangsläufigkeit ihrer Wahlniederlage vom 24. September 2017
  22. Ulrich Schödlbauer: Notizen zur Deutschen Einheit, Heidelberg 1994, 82 Seiten
  23. An der Wahlmauer
  24. »Denn sie wissen nicht, was sie tun...?«
  25. Meine persönliche Milchgeschichte
  26. Peter Wensierski: Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution: Wie eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte, München (DVA) 2017, 464 Seiten
  27. Dritter Weg versus Deutsche Einheit: Die SED setzte Stolpersteine
  28. Das Freiheits- und Einheitsdenkmal – ein Dauerbrenner, zumal in Wahlkampfzeiten?
  29. Ein geglückter Volksaufstand
  30. Die SED kann plötzlich Luft holen
  31. SPD: Die Gerechtigkeitsfrage als Signal
  32. Ein historischer Fenstersturz der anderen Art
  33. Kohls Giftküche und Der Spiegel 1990
  34. Hans Büchler – Ein Freund wird 77
  35. Vom SED-Aufnahmestopp der SDP zur Deutschen Einheit
  36. 1990 – die Zwangsläufigkeit der Wahlniederlage der SPD. Eine Abrechnung und eine Antwort von Helmut Schmidt
  37. SPD, CDU und die Büchse der Pandora
  38. Deutsche Einheit 1990. Rußland 2016. Und Trump...
  39. Deutsche Einheit 1990. Rußland 2016. Und Trump...
  40. Deutschlands Weg 1989/90 in die Einheit – Wo stehen wir heute? Was wird uns die Zukunft bringen?